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Baulicher Brandschutz

Durch Maßnahmen des baulichen Brandschutzes wird im Brandfall verhindert, dass sich Feuer und Rauch auf anliegende Räume ausbreiten kann. Sie tragen so dazu bei, Sachschäden zu vermeiden, Flucht- und Rettungswege zu sichern und Leben zu retten. Ein Gebäude wird dazu in verschiedene Brandabschnitte unterteilt, die durch Brandabschottungen, spezielle Verkleidungen und Brandschutzeinhausungen voneinander getrennt sind.

Um das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Brandabschnitte wirksam zu verhindern bzw. zu verzögern, müssen nicht nur Wände und Tore einen entsprechenden Brandwiderstand leisten. Auch Durchbrüche für Leitungen und Rohre müssen so beschaffen sein, dass sie die Ausbreitung von Rauch und Feuer für eine bestimmte Zeit (Feuerwiderstandsdauer) verhindern.

Der Bandschutz Liesenkötter unterstützt Sie als qualifizierter Fachbetrieb gerne bei der Planung und Durchführung aller erforderlichen Maßnahmen des baulichen Brandschutzes, gemäß der geltenden Vorschriften.

Kabelabschottungen

Durchbrüche für elektrische Leitungen in Wänden, Böden oder Decken, die benachbarte Brandabschnitte voneinander trennen, müssen im Rahmen des baulichen Brandschutzes besonders abgeschottet werden. So wird verhindert, dass sich Feuer und Rauch durch diese Durchführungen in angrenzende Räume ausbreitet. Kabel, die brandabschnittübergreifend verlegt werden, müssen deshalb an der Schnittstelle zwischen den Brandabschnitten mit Kabelabschottungen versehen werden.

Je nach der baulichen Situation und den damit verbundenen Anforderungen an den Feuerwiderstand werden Kabelabschottungen aus verschiedenen Materialien und entsprechenden Feuerwiderstandklassen nach DIN 4102-9 verwendet.

Rohrabschottungen

Rohrleitungen, die durch Wände, Böden oder Decken geführt werden, die verschiedene Brandabschnitte voneinander trennen, müssen an der jeweiligen Schnittstelle mit Rohrabschottungen versehen werden. Durch die Schottung wird verhindert, dass Feuer und Rauch auf benachbarte Bereiche übergreifen.

Im Zusammenhang mit der Rohrabschottung im baulichen Brandschutz wird zwischen der Abschottung bzw. Ummantelung nicht brennbarer Rohre und der Abschottung brennbarer Rohre unterschieden. Rohrabschottungen werden an die baulichen Gegebenheiten angepasst und entsprechend der jeweils erforderlichen Feuerwiderstanddauer in verschiedenen Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102-11 ausgeführt.

Brandschutzverkleidungen

Brandschutzverkleidungen sind ein elementarer Bestandteil des baulichen Brandschutzes. Sie dienen im Brandfall der Sicherheit von Flucht und Rettungswegen und schützen statisch wichtige Bauteile eines Gebäudes.

Im Bereich von Flucht- und Rettungswegen werden elektrische Leitungen sowie Rohr- und Kanalleitungen mit Brandschutzverkleidungen versehen, um einerseits das Risiko von Bränden zu reduzieren und andererseits zu gewährleisten, dass der Weg ins Freie und der Zugang zum Gebäude im Falles eines Brandes nutzbar bleibt.

Tragende Bauteile wie etwa Träger oder Stützen müssen ebenfalls durch Brandschutzverkleidungen gegen Brandrisiken gesichert werden, um die statische Integrität eines Gebäudes bei einem Brand möglichst lange zu erhalten. Durch die Verkleidung wird die Feuerwiederstandklasse kritischer Bauteile auf das erforderliche Niveau erhöht.

Die fachgerechte Planung und Installation von Brandschutzverkleidungen wird nach DIN 4102-11 bzw. DIN 4102-12 ausgeführt und erfordert den Nachweis einer speziellen Qualifikation.

 

Brandschutztechnische Einhausungen

Flucht- und Rettungswege sowie Treppenhäuser sind für den Brandschutz besonders sensible Bereiche. Installationen – wie z.B. Stromverteiler oder Monitore – von denen eine besondere Feuergefahr ausgeht werden deshalb in diesen Bereichen durch brandschutztechnische Einhausungen gekapselt.

Die Einhausung besteht aus speziellen Brandschutzplatten oder Brandschutzblechen und einer Isolierung aus feuerfestem Material. Die Brandlast der eingeschlossenen Anlage wird so aus dem geschützten Bereich ausgeschlossen.

Planung und Installation brandschutztechnischer Einhausungen nach DIN 4102 erfordern den Nachweis entsprechender Qualifikationen.